PSYCHOTHERAPIE? HILFT MIR DAS WIRKLICH?

Schon häufig wurde ich gefragt, in welchen Fällen eine Psychotherapie überhaupt notwendig ist und helfen kann. Viele Menschen haben Hemmungen, sich professionelle Hilfe zu suchen.


Dabei sind die oben liegenden Beweggründe sehr nachvollziehbar.


Du bist in deiner Beziehung nicht mehr glücklich oder dein Job macht dir keinen Spaß. Du fühlst dich antriebslos und hast keine Lust mehr auf Dinge, die du früher gerne gemacht hast. Auch eine Kündigung, die Geburt eines Kindes, eine schwere Krankheit oder der Verlust einer geliebten Person können dich in eine Krise stürzen. Evtl. plagt dich auch eine andauernde innere Unruhe oder du bemerkst immer öfters einen Druck in deiner Brust. Auch Ängste und Zwänge können dich plagen. Genauso können dich Gefühle wie Überforderung oder Hilflosigkeit begleiten.


Möglicherweise hast du auch den Eindruck, du bist anders als die anderen, dir fehlt ein Platz in der Welt oder du wirst von niemandem verstanden. Teilweise kann es zu körperlichen Symptomen kommen. Auch hier kann die Ursache psychischer Natur sein.

Beschwerden wie:

  • Rückenschmerzen

  • Gelenkentzündungen

  • Kopfschmerzen/Migräne

  • ein geschwächtes Immunsystem

  • Hautprobleme

  • Haarausfall

  • Probleme mit dem Herzen, der Lunge, den Nieren, dem Magen

  • und viele weitere Beschwerden

können auftreten.


Mittlerweile kann man es überall nachlesen. Körper, Seele und Geist hängen stark miteinander zusammen. Wenn die Seele leidet, leidet auch der Körper. Angst, Trauer, seelische Krisen, Dauerbelastungen wie z.B. Stress können die Seele aus dem Gleichgewicht bringen.


Psychische Probleme können sich aber auch in der Kindheit manifestieren z.B. durch:

  • Emotionale Vernachlässigung/emotionaler Missbrauch

  • Gestörtes Bindungsverhalten zwischen Eltern und Kind

  • Trennungs- und/oder Verlusterfahrung

  • Körperliche Misshandlungen oder Gewalterfahrung

  • Suchterkrankungen der Eltern

  • Stress während der Schwangerschaft

Wie der Körper, der Geist und die Seele auf solche Belastungen reagiert, ist von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich. Wichtig ist, dass du dir bei erhöhtem Leidensdruck Hilfe holst, auch, wenn du vielleicht glaubst "ich schaffe das schon alleine" oder "anderen geht es viel schlechter als mir". Diese Gedanken sind ganz typisch, aber definitiv nicht gesund. Du darfst dir Hilfe holen und am Ende ist es egal, ob es anderen noch schlechter geht. In diesem Moment bist du wichtig und es geht um dich und deinen Leidensdruck! Auch Scham spielt häufig eine Rolle, warum man sich keine Hilfe in Anspruch nimmt. Meist muss man erst einen komplett Zusammenbrechen erleben. Aber soweit muss es nicht kommen.


Vielleicht suchst du als erstes einen Arzt auf, damit dieser rein körperliche Ursachen ausschließen kann. Danach kannst du eine Praxis für Psychotherapie aufsuchen. Informiere dich am besten über die verschiedenen Therapieverfahren. Schau welche dir zusagen bzw. welche bei deinen Symptomen gute Erfolge erzielt haben. Und dann mach den erste Schritt...Du schaffst das!





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